Sternmarie

Jenny Völkers erster Märchenroman war der zweite, den ich von ihr gelesen habe.

Die Geschichte hat mir von Anfang an gefallen. Während ich darauf gewartet habe, dass irgendetwas sterntalermäßiges passiert, kam erst einmal ein Zwerg in einem fliegenden Schiff an, was mich an Peter Pan erinnterte, auch wenn der kein Zwerg ist.

Karl, der Zwerg, war mir recht sympathisch, auch wenn er sich gern reden hört. Auf ihn kann man sich definitiv verlassen. Nur seine Frau, die hat wohl nicht ganz so viel von ihm, wenn er so gern auf Abenteuer geht. 🙂 Auch in diesem Roman erscheinen immer wieder liebenswerte Nebenfiguren, die man einfach gern haben muss. So auch die Sekretärin vom Bürgermeister der Zwerge.

Marie kommt in die Märchenwelt, von der sie nicht einmal ansatzweise geahnt hat, dass es sie gibt. Sie erlebt faszinierende Dinge und findet heraus, wer ihre Eltern sind. Das konnte ihre Adoptivmutter ihr nie sagen. Sie trifft nicht nur Zwerge, sondern Elfen, einen echten Prinzen und seine Mutter, die Königin, sowie fiese Hexen. Zu den Sternen hat sie eine ganz besondere Verbindung, welche sich im Laufe der Geschichte verstärkt und überraschende Kräfte in ihr weckt.

Irgendwie hat mich die Beschreibung der vom Himmel gefallenen Sterne total fasziniert. Richard, den Prinzen des Königreichs, fand ich die meiste Zeit ziemlich unnahbar, aber er wird im Laufe der Geschichte doch noch ein wenig weicher. Meine Lieblingsfiguren sind Markus, der Wirt und Lucas, der junge Ritter, der viel riskiert, um den bösen König zu stürzen.

Es ist schön, was der Zusammenhalt der Menschen bewirkt und wie das Gute siegt. Eine schöne Lektüre, die mir die Zeit vertrieben hat und mich immer wieder überrascht hat. Als Buchenhain von den Schattenreitern niedergebrannt wird und einige Männer vermisst werden, dachte ich, „okay, deshalb ist es ein Märchen für Erwachsene.“ Was mit ihnen passiert ist, spoilere ich jetzt mal nicht.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal jemand sein werde, der Märchenromane liest. Zum einen konnte ich mir darunter gar nichts vorstellen, zum anderen erschien es mir merkwürdig. Aber es ist so toll, in die faszinierenden Welten abzutauchen und ich bin erstaunt über das Einfallsreichtum der Autorin. Ich freue mich schon auf ihr neuestes Werk „Im Bann der verwunschenen Zeit„, welches schon auf meinem Reader wartet, gelesen zu werden.

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